Vortrag: Von Lemmingen, Schneeeulen und Eisbären

Umweltbildung

- die Tierwelt der Arktis im Griff des Klimawandels

Polargebiete gelten als die empfindlichsten Fieberthermometer des globalen Klimawandels. Dies ist beispielsweise durch den Rückgang der saisonalen Meereseisbedeckung und durch das Schmelzen der Eiskappen inzwischen gut belegt. Die Klimaerwärmung betrifft auch unmittelbar die dortige Tiere- und Pflanzenwelt. Dr. Benoit Sittler hat mehr als 20 Jahre lang die Tierwelt eines hocharktischen Ökosystems in Grönland untersucht und berichtete in diesem spannenden Vortrag davon. Das Untersuchungsgebiet im North East Greenland National Park ist der Lebensraum von Lemmingen und Schnee-Eulen und zugleich auch eines der Hauptwurfgebiete von Eisbären. Unter anderem wurde durch die Langzeituntersuchungen deutlich, wie sehr die gut an den arktischen Lebensraum angepassten Arten - wie die Lemminge - unter Änderungen der Schneeverhältnisse betroffen sind und wie sich dies als Kettenreaktion auf deren Fressfeinde - wie die Schnee-Eulen - auswirkt. In seinem Vortrag entführte uns Sittler mit beeindruckenden Bildern in die faszinierende Polarwelt der Arktis und vermittelte uns gleichzeitig die bedrohlichen Folgen des Klimawandels aus wissenschaftlicher Sicht.

Dr. Benoit Sittler ist Initiator und Leiter des Deutsch-französischen Grönland-Projektes an der Universität Freiburg. Am Rande der Veranstaltung bestand auch die Möglichkeit, Polarpost-Briefe für die nächste Expedition aufzugeben.

Der Vortrag fand statt am Freitag, 28.10.2016 in Kooperation von NABU Murrhardt mit der VHS Murrhardt.

Beispiel: Willkommen Wolf

Unter dem Motto „Rotkäppchen irrt“ informiert der NABU Kindergartenkinder spielerisch über Wölfe in Deutschland und bietet dazu ein kostenloses Aktionspaket für Kindergärten an. Es enthält Informationen zu Wölfen, viele Spielideen, ein Bilderbuch, Poster und eine Audio-CD mit einem Wolfslied, dem Originalgeheul einer sächsischen Wölfin sowie einer Hörgeschichte, vorgelesen von Schauspielerin und NABU-Wolfspatin Mariele Millowitsch. Gleichzeitig startete der NABU einen Kreativwettbewerb: Kindergärten, die ihre Wolfstage dokumentieren, können viele wölfische Preise gewinnen.

 

„Letztlich waren es Unwissenheit und Übertreibungen, die den Wolf vor mehr als hundert Jahren aus Deutschland verdrängten. Kinder begegnen den Wölfen zunächst jedoch ohne Vorurteile. Dass sie die Wölfe als Wildtiere respektieren, ohne sie als Kuscheltiere zu verniedlichen, ist eines der Ziele dieses Projektes“, sagte Markus Bathen, NABU-Wolfsexperte, der auch für den Wolfsforscher im Bilderbuch Modell stand.

 

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